Erfolgreiche Bilanz nach der EM in Birmingham (GBR)
Während einer Woche fanden in Birmingham (GBR) die Leichtathletik-Europameisterschaften statt. Zum 67-köpfigen Schweizer Team gehörten auch 10 Ostschweizer Athletinnen und Athleten, die mit grossen Ambitionen nach Birmingham reisten.
Den Auftakt aus Ostschweizer Sicht machte Miryam Mazenauer (TV Teufen) im Kugelstossen. Leider blieb sie mit einer Weite von 16,50 m und Rang 18 in der Qualifikation hängen. Als Nächstes stand Dominic Lobalu (LC Brühl) über 5000 m im Einsatz. Das Rennen beendete er auf dem 7. Rang. Noch am selben Tag konnte sich Salomé Kora (LC Brühl) sensationell für den Final über 100 m qualifizieren. Nach einem nicht optimalen Start klassierte sie sich mit einer Zeit von 11,51 Sekunden auf Rang 8.
Am Tag 2 folgte bereits ein Highlight aus Ostschweizer Sicht. Simon Ehammer (TV Teufen) trat im Weitsprung an und kämpfte um die Medaillen. Nach einem intensiven und hochklassigen Wettkampf sicherte sich Ehammer mit seinem Sprung auf 8,29 m die Silber-Medaille. Ebenfalls im Einsatz stand Larissa Bertényi (LC Brühl), der es gelang über 100 m Hürden in die Halbfinals vorzustossen. In einer Zeit von 13,32 Sekunden lief sie dort auf Rang 7 und verpasste damit den Einzug in den Final.
Andrin Huber (TV Teufen) zeigte im Zehnkampf eine starke Leistung und erkämpfte sich mit 8137 Punkten den 9. Schlussrang. An Tag 6 stand der zweite Einsatz von Dominic Lobalu an. Dieses Mal ging er über 10‘000 m an den Start. Mit einem starken Rennen, das er lange solo zwischen dem beflügelten Führenden Andreas Almgren und dem Dritt- und Viertplatzierten bestritt, kam Lobalu nach 27:42,67 Minuten als Zweiter ins Ziel und durfte sich über Silber freuen. Damit komplettierte er seinen EM-Medaillensatz, nachdem er vor zwei Jahren in Rom bereits Gold und Bronze gewann.
In einem hochklassigen Siebenkampf verpasste Annik Kälin (AJ TV Landquart) das Podest nur knapp. Mit einer starken Punktzahl von 6330 Punkten klassierte sie sich schlussendlich auf Rang 4. Zum krönenden Abschluss des Tages stand der Final der 4x100-m-Staffel der Frauen an. Mit dabei war auch die Ostschweizerin Salomé Kora. Nach einem kurzen Schreckmoment bei der Übergabe zündete Kora auf der Zielgeraden den Turbo und sicherte sich dem Schweizer Team mit Silber die langersehnte Grossanlassmedaille.
Zum Abschluss der Europameisterschaften standen die Marathon-Rennen der Männer und Frauen auf dem Programm. Im Rennen der Frauen belegte Fabienne Vonlanthen (LC Schaffhausen) den 26. Schlussrang. Bei den Männern klassierte sich Patrik Wägeli (LC Frauenfeld) auf Rang 36. Ebenfalls im Aufgebot von Swiss Athletics für die 4x400 m Staffel der Männer stand Manuel Gerber (LAG Gossau). Er kam an dieser EM jedoch nicht zum Einsatz.
Insgesamt konnte das Schweizer Team mit 7 Medaillen und 20 Top-8-Platzierungen überzeugen und belegte damit Rang 6 im Medaillenspiegel.
Herzliche Gratulation an alle Ostschweizer Athletinnen und Athleten zu ihren tollen Leistungen auf der internationalen Bühne!

Bild: athletix.ch
Text: Sarah Felber




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